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| Ja, ich spinn' halt mal wieder ein wenig... |
Nun flog ich mit einem Freund und einer Freundin von ihm von Memmingen nach London. Diese Stadt hat mich derartig umgeschmissen, sodass zwei Dinge klar sind:
1. Ich werde garantiert wieder London besuchen
2. Hier wird in den nächsten Tagen dieser Bericht über meine Zeit in London fortlaufend erweitert, wenn ich auch nicht weiß, weshalb ich das nicht nur für mich, sondern für die ganze Welt aufschreibe. Nun ja, für meine Familie schon, und auch für jene, die mit mir in London waren. Aber ich freue mich, wenn auch sonst Leute zufällig auf diesen Post stoßen sollten.
Drei Tage sind natürlich ein lächerlicher Witz, um London zu entdecken. Dass das unmöglich ist, das weiß jeder. Dennoch hab‘ ich selbst in dieser sehr kurzen Zeit verdammt viel erlebt und kann nur sagen: YEAH!
Hier zunächst ein Beginn, mehr dann (mit vielen weiteren Fotos) in den nächsten Tagen...
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| Picadilly Circus |
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| "Mind the Gap" rockt! |
Ob ich Flugangst hatte? Nun… Damals eigentlich wirklich nicht, aber wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich schon gestehen, dass ich ziemlich erleichtert war, als die Ryan Air-Maschine aufsetzte. Während des Hinflugs waren leider fast nur Wolken zu sehen, während des Rückflugs (wieder verspätet und wir erlebten Whiskey-Slapstick kurz vor der Kontrolle nach dem Einchecken, da musste schnell noch ne halbvolle Flasche Whiskey vernichtet werden. Doch da hatten wir uns getäuscht, hätte gar nicht sein müssen) war die Sicht (sowohl beim Hin- wie auch beim Rückflug saß ich am Fenster) bombastisch. Als winzige Pünktchen sah ich die Autos, den ganzen Flug über einfach nur ne Hammersicht.
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| Nahe Camden Town - einfach faszinierend. |
Oh,
ich kann mich gut erinnern, wie ich mich freute, aus dem Flugzeug zu steigen
und in meinem Hives-T-Shirt
irgendwann gegen 15:45 Uhr britischer Zeit den Boden zu betreten und fast
(leider nur) drei - wie ich da noch nicht wissen konnte - wirklich
überwältigende Tage vor mir zu haben.
Vielleicht
fragt sich, wer auch immer diese Zeilen nun liest, ob ich irgendwann auch noch
über London schreibe, möglicherweise rätselt auch ein Leser darüber, warum zur
Hölle ich diese Erinnerungen nicht einfach für mich aufschreibe. Nun,
eigentlich schreibe ich sie nur für mich auf, aber wer Lust dazu hat, kann
diesen kleinen Bericht, in dem es auch ganz sicher ein wenig um musikalische
Eindrücke gehen wird, gerne lesen. Vielleicht möchte ich einfach zeigen –
weshalb auch immer – dass mich London total umgeschmissen und begeistert hat.
Im Vorfeld hatte ich mich zwar total gefreut, aber war mir gar nicht so sicher,
ob und wie sehr es mir dort gefallen würde. Tja, in der Folge wird dieser
kleine Bericht, in dem auch nur bestimmte Erlebnisse und Eindrücke festgehalten
sind, alles andere als chronologisch sein. Ich möchte die Eindrücke „aus mir
raus schreiben“, und das funktioniert nicht anders, als dass ich dabei ganz
spontan vorgehe.
Wer hier noch weiterliest:
Vielen Dank. Ich freue mich darüber. Sehr gerne hätte ich in diesem Bericht auch
eine von mir erstellte Fotoshow, die neben Fotos auch Videos und
London-typische Musik enthält (Lieder mit „London“ im Namen zum Beispiel), präsentiert.
Da Musik aber natürlich rechtlich geschützt ist, kann ich das leider nicht
machen.![]() |
| Die Millenium Bridge. Wie das so ist, sahen die ständig wechselnden Farbtöne natürlich in live Millionen Mal cooler aus. |
London,
Großbritannien: Der Wahnsinn. Ich hab‘ irgendwie ganz schnell gespürt, dass ich
diese Stadt lieben würde, und so geschah es dann auch. Ich kann hier nicht chronologisch
der Reihenfolge nach schreiben, so funktioniert das nicht. Was erlebte ich in
London? Ich erlebte viele Dinge nicht. Ich besuchte nicht das Wembley Stadium, verzichtete angesichts
der Uhrzeit und hunderter wartender Personen diesmal auch auf Madame Tussauds, und den guten, alten Rock Circus gab es leider auch
nicht mehr.
Warum soll ich hier überhaupt
irgendwas über London schreiben? Kennt wohl jeder, und wenn ich ehrlich bin,
ergibt es eigentlich gar keinen Sinn, dass ich hier meine Eindrücke Londons
niederschreibe, weil wen sollten die interessieren? Ich mache es aber trotzdem,
Jacke wie Hose, wen interessiert‘s? Viel Spaß beim Weiterlesen.
Den einzigen Regen erlebten wir, während wir mit einem sündhaft teuren Bus vom Flughafen zur Victoria Station fuhren (fast zwei Stunden; ich dachte schon, wir sind in Japan oder so) und mich hämmernde Kopfschmerzen wegen der ätzenden Sonne plagten. Aber das ist nun wirklich uninteressant. Schon beim ersten Umsteigen in die Undergroundbahn, also die sogenannte „tube“, las ich erste Stationsnamen, die für mich wie Liedertitel klangen.
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| Die Sightseeingtour mit dem Bus war cool. |
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| Der Beatlesstore in der Baker Street |
Tja, ich planloser Typ hatte keinen Adapter und somit nur zwei Akkus für
mein Handy, mit dem ich eigentlich gerne so sehr viele Bilder hätte machen
wollen. Eine Kamera wollte ich mir vor Ort aber dennoch nicht kaufen, zu teuer.
Und irgendwie nimmt man das alles doch am besten und schönsten im Kopf, im
Herzen, in der Erinnerung mit.
Im Laufe der nächsten Tage werden hier viele Erinnerungen bzw. Erlebnisse
ergänzt. Dann teilweise aber wirklich nicht mehr der Reihenfolge nach, sondern
nur die Dinge, die irgendwie eine Erwähnung verdienen. Oh, und das waren
eigentlich verdammt viele, wenn ich so darüber nachdenke... Ich habe das
Gefühl, so wirklich kurz wird dieser „Reisebericht“, den ich im Grunde für mich
und meine Mitreißenden (das „ß“ ist Absicht und außerdem geklaut, gell
Reinhard?) :) schreibe, irgendwie nicht.
Also okay, ich glaube, ich bin der englischen Sprache eigentlich ganz gut mächtig (dachte ich zumindest). ;) Wenn dann allerdings die Engländer in irgendwelchen Slangs komisch schnell oder undeutlich (und gelangweilt) daherreden, konnte ich‘s manchmal doch nicht verhindern, der Bequemlichkeit halber einfach mit dem Kopf zu nicken (und das Beste zu hoffen).
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| Sehr cool, ein Psychopath vor "The World's End". ;) |
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| Am coolsten ist der Opa, der guckt. |
OK, als mal wieder Raucher (Scheißsucht) merkt man wohl in Großbritannien, dass man etwas blöd war, nicht 2-3 Schachteln mitgenommen zu haben. An die 8 Pfund für eine Schachtel (in England ja mit Warnungsbildchen) sind dann doch immerhin 10 Euro, aber na gut. Finde ich eigentlich sogar richtig, solch einen Preis dafür. Ums Rauchen soll es hier nun wirklich nicht gehen, ungesund genug, dieser Blödsinn. Und das Becks-Sixpack, das ich am Piccadilly Circus kaufte: Also irgendwie wollen die uns wohl veräppeln. Alles nur 0,275 l, kostet aber doppelt so viel wie in Deutschland. Doch wie man nun einmal weiß, ist London natürlich nicht gerade billig (oh, außer am letzten Tag der Besuch beim Lidl, wo ich aber nix mehr kaufte).
Naja, wir hatten unglaublich viel Spaß in London und so viel erlebt. Ich will
mal eben anreißen (nachdem ich schon geschrieben habe, was ich alles nicht
erlebt habe - wie Millionen weitere andere Dinge), was wir so unternommen und
gesehen haben. Am liebsten wäre ich 3-4 Wochen geblieben, um zumindest ein ganz
kleines bisschen mehr aufnehmen zu können. Aber was will man in drei mickrigen und
lächerlichen Tagen in London alles machen? Oh, wir haben uns sehr viel
vorgenommen und auch viel davon tatsächlich erlebt, manches aber auch leider
nicht. Schon alleine daher weiß ich, dass ich in nicht so ferner Zukunft wieder
nach London fliege.
Ich wollte sowieso nach Großbritannien (also mal Urlaub meine ich und das
kennenlernen), weil ich viele britische Bands und Einzelmusiker total toll
finde. Natürlich beginnt das bei den Beatles, geht über die Kinks und die
Rolling Stones sowie die Sex Pistols (auch wenn ich die nicht so oft höre).
Bands wie Oasis, The Clash, Pink Floyd, Künstler wie Patrick Wolf. Also schon
vom Musikalischen her wollte ich mal erleben, wie all das auf mich wirken wird,
wenn ich mal nach London fliege.
Und yo, was soll ich schreiben? Hammer. Milliarden Eindrücke und sehr viele
davon musikalischer Herkunft. Finde ich sowieso unglaublich toll. Man läuft da
in
Camden
Town an den ganzen Ständen vorbei, hört an einer Ecke Punkrock, 10
Meter weiter Jazz, dreizehn Meter weiter Triphopwasweiß ich, dort Techno, da klassische
Musik.So wie diese vielen völlig unterschiedlichen Kulturen, all die sich so unterscheidenden Menschen da in Großbritannien bzw. in London. Also wirklich Wahnsinn, für mich total faszinierend. Es roch sogar alles anders als in Deutschland. So viele verrückte Menschen, coole (und manchmal konfuse) Gespräche, das ist einfach alles herrlich.
Nun, irgendwie komme ich vom Plan ab, mal ein bissel zu umreißen, über
welche Dinge ich die nächsten Tage ein bisschen hier schreiben werde.
Selbstverständlich werden auch einige Fotos hier eingebaut. Was besuchten und
erlebten wir? Wir waren im Somerset House und sahen uns eine total
tolle Ausstellung mit seltenen und alten (riesigen) Fotos der Rolling
Stones an, wir machten eine Bus-Sightseeing-Tour bei herrlichstem
Nachmittagssonnenschein und coolem englischen Livekommentar, besuchten Speaker‘s
Corner im Hyde Park (und lauschten einem sehr
leicht auf die Palme zu bringenden Steven). Und außerdem war das herrlich, dort
im Hyde Park im Gras zu liegen und mal ein paar Minuten von all dem
vielen auf einen Einprasselnden an Bildern, Geräuschen und Menschen Pause zu machen.
:)
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| Diese coolen Telefonzellen... |
Im Sightseeing-Bus ging es am Sonntagmittag vorbei an Appartements nahe des Hyde Park,
in denen einzelne Bandmitglieder der Beatles gelebt haben, an jenem Hotel,
in dem Jimi
Hendrix starb, vorbei am Buckingham Palace, über die London
Bridge, vorbei am MI:5. Wir besuchten die Modern Art Gallery Tate Modern (sehr,
sehr interessant, diese „Videokunst“ bzw. filmisch festgehaltene Musik, Texte, …),
wir machten eine Bootsfahrt auf der Themse
und was soll ich sagen?
„MIND THE GAP, PLEASE!“ ließ mich
und Reinhard – einmal gehört – einfach nicht mehr los. Mysteriös und düster
(eigentlich gar nicht, aber ich bilde mir das gerne ein) spricht jener Typ vom
Band diese Worte und wir hatten gar keine Wahl: So wie wir – inspiriert durch
all die musikalischen Eindrücke – ständig Lieder vor uns hin sangen (und
belustigte oder auch erschreckte Blicke – angesichts des grauenvollen Gesangs von mir? –
dafür ernteten). So standen wir auch in der Undergroundbahn da und ließen die
Leute wissen: „Mind the gap, please!“. Fast wäre ein cooles T-Shirt mit diesem Spruch
zusammen mit mir zurück nach Deutschland geflogen, aber ich hab‘s ebenso vergessen
wie bereits jetzt so manches Erlebnis und Gesehene in London.
Auf jedem Fall stellte Reinhard fest (und das stimmt wirklich): Fast jeder liest während der Fahrt, wirklich. Bücher, Werbung an den Wänden, auf Handys, auf Kindles.
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| Kult! |
Auf jedem Fall stellte Reinhard fest (und das stimmt wirklich): Fast jeder liest während der Fahrt, wirklich. Bücher, Werbung an den Wänden, auf Handys, auf Kindles.
Kennt ja jeder: An jeder Ecke ist etwas anderes zu sehen. Man nimmt ständig
und immerzu Eindrücke auf, sieht andauernd andere (schräge, witzige,
merkwürdige, langweilige) Menschen. Oh, und dann sind da all die Straßenmusiker.
Auf mindestens zwei solche Typen werde ich auf alle Fälle noch zu sprechen
kommen, denn der Typ bei den Rolltreppen in der Station Piccadilly Circus war
einfach nur cool mit seiner E-Gitarre. ;)
Ich besuchte natürlich in der berühmten Baker Street den Beatles Store (links vom Sherlock
Holmes Museum), wir grübelten im nahegelegenen Regent‘s Park über dort
von jemandem verlorene Schlüssel, auch der „It‘s only Rock ‚n‘ Roll“-Laden gehörte
zum Programm... Scheiße, ich hab‘ schon total viel vergessen, aber definitiv
hammergeil war es, bei Nacht über die Millenium Bridge (und somit über die Themse)
zu spazieren, während da ständig andersfarbiges Licht geleuchtet hat.
Die (glaube ich) ersten Fish & Chips meines Lebens haben mir nicht
gerade die Schuhe ausgezogen, aber gegessen haben wir zu genüge. Das gehört zum
Programm. Kaffee schmeckt einfach scheiße in England, sorry. Das ist ja Wasser
mit minimalem Kaffeegeschmack.
Camden
Town war einfach nur fantastisch. Selbst der komische Hutverkäufer,
der uns betrügen wollte, Plattenläden und Beatles-Musik...
Darüber wird noch was zu schreiben sein.
Doch für heute werde ich hier mal zu einem Ende kommen, demnächst. Echt, ich
fand es faszinierend, diese ganzen vielen kleinen Schuppen: Alle Läden und
Gebäude sehen von außen anders und unterschiedlich aus. Irgendwie sehr
liebevoll.
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| Hier der McDonald's direkt an der Themse. |
Diese irre Lebendigkeit dieser verrückten Stadt hat mich sofort
fasziniert. Nun will ich noch kurz schreiben, was wir neben zerbrochenen
Toiletten im Quinns Hotel (das ist wirklich wahr) noch so erlebt haben.
Lachorgien zu „People are Strange“-Gesang
(von uns selber), einen Typen,
der seine eigene Kotze in der Undergroundbahn betrachtet, während fast
niemanden zu
kümmern scheint, wie das dort stinkt (ein Kerl las lässig einen Meter
von dem entfernt gemütlich seine Zeitung weiter), einen hellsehenden,
coolen Straßenmusiker,
der auf seiner Akustikklampfe hammerbrillante Lieder spielte, weitere
sündhaft
teure gekaufte Zigaretten, viele, viele Menschen und Gespräche, Guinness
und
Budweiser, stinkende Hotelzimmer, atemberaubenden Sonnenschein und
blauen
Himmel ohne Ende.
Wir besuchten eine total lässige Horror-Grusel-Show (Vorsicht, hier wird etwas verraten!),
in der mir der Typ mit der Motorkettensäge entgegensprang und mir, wäre das die
Realität gewesen, die Füße abgesägt hätte. Also diese Horrorshow war lässig.
Ich muss schon gestehen, dass ich 3 mal (oder 4...) so ganz schön
zusammengezuckt bin. Ein wenig mehr dazu ein andermal. Aber The
London Dungeon war das nicht, sondern The
London Bridge Experience (die hatten mein I’m not like everybody else-T-Shirt
gesehen, mich angesprochen, und letztlich – haha, die Masche langweilt – natürlich
(!) zu vergünstigtem „Promo“-Eintritt in Höhe von nur 14 Pfund statt 23 £
Erfolg dabei, uns in ihren Laden zu bringen.). Den Eingang fanden wir ewig nicht
und dachten schon, man wolle uns verarschen.
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| Das recht kultige "Hotel" 300 Kilometer vor London in Richmond. :) |
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| Die Columbo- Statue hat gerockt! |
Oh, wir erlebten umgekippte Biergläser, eine schwindelerregende
Zeitreise durch einen Tunnel, entdeckten in der Undergroundstation Baker
Street überall Sherlock Holmes (als Fan macht das
Spaß), fotografierten uns unter den Olympia-Ringen, sangen mit Engländern,
wunderten uns, warum es dauernd heißt, die Sperrstunde sei abgeschafft und
dennoch machen viele der Kneipen schon um 23 Uhr zu...















